BVK Beamtenversorgung

Öffentlich-rechtliche Versorgungseinrichtung

Der Bayerische Versorgungsverband - BVK Beamtenversorgung - ist eine öffentlich-rechtliche Versorgungseinrichtung. Er hat die Aufgabe, die Aufwendungen seiner Mitglieder - im wesentlichen kommunale Körperschaften - für die beamtenrechtliche Versorgung ihrer Bediensteten und deren Hinterbliebenen im Umlageverfahren untereinander auszugleichen. Die Verteilung der Versorgungslasten auf die Gesamtheit der Mitglieder schützt die einzelnen Mitglieder vor Zufallsschwankungen in den Versorgungslasten und trägt damit zu einer Verstetigung und besseren Kalkulierbarkeit der Haushaltsbelastungen bei.

Im Rahmen dieser Aufgabe berechnet der Bayerische Versorgungsverband die Versorgungsleistungen, die sich aus dem

ergeben, und zahlt sie im Namen seiner Mitglieder an die Versorgungsberechtigten aus.

Er erbringt außerdem Dienstleistungen, die mit dieser Aufgabe im Zusammenhang stehen, und berät seine Mitglieder in den einschlägigen Rechtsfragen. Dies entlastet die Mitglieder von der Aufgabe, eigenes Fachwissen in der komplizierten Materie des Beamtenversorgungsrechts vorhalten zu müssen.

Der Bayerische Versorgungsverband wurde 1916 gegründet und ist eine rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts mit Selbstverwaltung. Seine Organe sind der Verwaltungsrat als Beschluss- und Kontrollorgan und die Bayerische Versorgungskammer als Geschäftsführungs- und Vertretungsorgan in der Organisationsform einer staatlichen Oberbehörde.

sind das Gesetz über das öffentliche Versorgungswesen (VersoG) sowie die Satzung des Bayerischen Versorgungsverbands.

 

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Bei den obigen Ausführungen handelt es sich nur um einen kurzen Überblick. Für weitere, detaillierte und verbindliche Auskünfte wenden Sie sich bitte persönlich an uns.

Solidargemeinschaft

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Der Bayerische Versorgungsverband - BVK Beamtenversorgung - ist eine Solidargemeinschaft in Form der Umlagegemeinschaft. Diese gleicht die Versorgungsaufwendungen ihrer Mitglieder untereinander aus, indem sie diese in vollem Umfang trägt und alle Mitglieder im Wege des Umlageverfahrens an den jährlich insgesamt anfallenden Versorgungslasten beteiligt.

Die Umlage wird durch Anwendung des Umlagesatzes auf die Bemessungsgrundlage der Mitglieder berechnet (§ 21 der Satzung). Als Bemessungsgrundlage für die Umlage dienen im jeweiligen Geschäftsjahr die Bezüge der aktiven Bediensteten sowie die Versorgungsleistungen (§§ 22, 23 der Satzung). Der Umlagesatz bemisst sich nach dem Verhältnis des Jahresaufwands des Versorgungsverbands zu der für das Geschäftsjahr zu berücksichtigenden Summe der umlagepflichtigen Bezüge und Versorgungsleistungen. Er wird jeweils für einen Abschnittsdeckungszeitraum von fünf Jahren vom Verwaltungsrat des Versorgungsverbands festgesetzt.

Der Umlagefestsetzung liegen versicherungsmathematische Berechnungen für einen unbegrenzten Zeitraum zugrunde. Dadurch werden die künftig entstehenden "Versorgungsberge" sichtbar. Mit dieser Finanzierungsmethode können diese Lasten "untertunnelt", ein Anstieg der Umlagesätze in der Zukunft somit begrenzt werden. Die Satzung sieht zwingend vor, dass diese Zukunftsentwicklung bei der Umlagefestsetzung (auch während des fünfjährigen Deckungsabschnitts) zu berücksichtigen ist. Zur Deckung der laufenden Ausgaben werden vierteljährlich Umlagevorauszahlungen erhoben.

Im laufenden Deckungsabschnitt (2016 bis 2020) betrug der Umlagesatz für die Jahre 2016 und 2017 unverändert 39,3% (zuzüglich Versorgungsrücklage), für die Jahre 2018 bis 2020 beträgt er 39,9% (Wegfall der Versorgungsrücklage).

Die durch die Umlagegemeinschaft erreichte Verteilung der Versorgungslasten auf die Gesamtheit der Mitglieder verhindert eine übermäßige Schwankung von Versorgungslasten bei einzelnen Mitgliedern, die sich durch eine zufällige Häufung von Versorgungsfällen ergeben könnte. Sie ermöglicht den Mitgliedern somit eine gleichmäßige Haushaltspolitik. Mit der fünfjährigen Umlagesatzfestsetzung können die künftigen Versorgungslasten für die Haushalte der Mitglieder längerfristig besser eingeplant werden. Die Umlagegemeinschaft trägt durch die Solidarfinanzierung der Versorgungsausgaben auch strukturelle Veränderungen im Personalbestand einzelner Mitglieder.

Das Umlageverfahren führt zu einer weiteren teilweisen Kapitaldeckung. Der Bayerische Versorgungsverband hat bereits 1997 begonnen, neben der Liquiditätsrücklage (§ 9 Abs. 3 der Satzung) eine Schwankungsrückstellung (§ 9 Abs. 4 der Satzung) aufzubauen, um einen Anstieg des Umlagesatzes abmildern zu können, der aufgrund der demographischen Entwicklung in den kommenden Jahrzehnten zu erwarten ist. Diesem Ziel dient auch die gesetzlich vorgeschriebene Versorgungsrücklage, die von den Mitgliedern gemeinsam in den Jahren 1999 bis 2017 beim Versorgungsverband gebildet wurde (§ 9 Abs. 5 der Satzung).

Daneben haben die einzelnen Mitglieder die Möglichkeit, individuelle Beiträge zur Minderung ihrer künftigen Umlagebelastungen zu leisten (§ 21 Abs. 5 der Satzung).

100 Jahre Bayerischer Versorgungsverband

Die Geschichte der BVK Beamtenversorgung in Meilensteinen

Altersversorgung ist ein Geschäft für Profis. Die BVK Beamtenversorgung hat über einen langen Zeitraum Wissen angesammelt und Kompetenzen entwickelt. Und sie ist Teil eines starken und traditionsreichen Verbunds.

2020

Die BVK Beamtenversorgung heute

Mai 2016

Das große Jubiläum

Januar 2011

Das neue Dienstrecht

2009

Der neue Marktauftritt

1997

Die demographische Absicherung

Januar 1995

Die Geburt der Versorgungskammer

Juli 1994

Die partnerschaftliche Hilfe

Januar 1989

Die große Satzungsreform

März 1981

Das gemeinsame Haus

1973

Das neue Umlagesystem

1966

Die maschinelle Datenverarbeitung

Juni 1953

Der vergrößerte Mitgliederkreis

Juli 1952

Die Absicherung der Wahlbeamten

Dezember 1946

Der neue Anfang

April 1940

Die jüngere Schwester

Dezember 1933

Die gesetzliche Basis

Juli 1916

Der erste Schritt

April 1875

Das übergreifende Dach