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07.07.2020

Konstituierende Verwaltungsratssitzung

Titelbild des Geschäftsberichts für das Jahr 2019

Erfolgreiches Geschäftsjahr 2019 - Auswirkungen der Corona-Pandemie halten sich in Grenzen

Der Verwaltungsrat des Bayerischen Versorgungsverbands ist am 7. Juli 2020 zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengetreten, nachdem die vorhergehende Amtsperiode am 31. Dezember 2019 zu Ende gegangen war. Zum Vorsitzenden für die neue Amtsperiode 2020 bis 2024 wurde Bernd Buckenhofer, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Bayerischen Städtetags, wiedergewählt, der diesen Posten bereits seit Juli 2015 bekleidet. Zu seinen Stellvertretern wurden gewählt: Dr. Franz Dirnberger, Geschäftsführendes Präsidialmitglied des Bayerischen Gemeindetags (1. stellv. Vorsitzender) und Dr. Johann Keller, Geschäftsführendes Präsidialmitglied des Bayerischen Landkreistags (2. stellv. Vorsitzender).

Zu Beginn der Sitzung konnte Buckenhofer drei neue ordentliche Gremienmitglieder begrüßen: Bernd Reisenweber, Erster Bürgermeister Gemeinde Ebersdorf b. Coburg, wurde vom Bayerischen Gemeindetag erstmals in den Verwaltungsrat delegiert – als Nachfolger von Tobias Eschenbacher, Oberbürgermeister von Freising. Der Bayerische Landkreistag entsendet Johann Kalb, Landrat des Landkreises Bamberg anstelle des bisherigen Mitglieds Dr. Oliver Bär, Landrat des Landkreises Hof. Für Eberhard Siller, den langjährigen zweiten Bürgermeister der Stadt Hof, rückte schließlich Dieter Kugler, Erster Bürgermeister der Gemeinde Röhrmoos, zum ordentlichen Mitglied auf.

Der Verwaltungsrat nahm den Jahresabschluss des Bayerischen Versorgungsverbands – BVK Beamtenversorgung – zustimmend zur Kenntnis und stimmte zudem dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019 und dem Wirtschaftsplan für 2021 zu. Der Geschäftsführung wurde Entlastung erteilt.

Geschäftsentwicklung 2019

Die ausschlaggebenden Parameter für die Beurteilung der Situation des Bayerischen Versorgungsverbands sind in erster Linie die Zahl der angemeldeten Dienstkräfte und jene der Versorgungsfälle. Diese Kennzahlen entwickelten sich bei einer exakt gleichbleibenden Mitgliederzahl (1.880 in 2018 und 2019) im letzten Jahr folgendermaßen: Die Zahl der angemeldeten Dienstkräfte erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um +0,41 % und lag im Berichtsjahr bei 16.327 (Vorjahr: 16.260). Die Zahl der Versorgungsfälle stieg im Vergleich dazu stärker an – um +1,88 % auf 13.118 (Vorjahr: 12.876), so dass sich auch der Versorgungsquotient im Vergleich zum Vorjahr erhöhte. Dieser lag in 2019 bei 80,35 % (Vorjahr: 79,19 %). Die Tendenz der letzten Jahre setzt sich damit bruchlos fort. Da der Bayerische Versorgungsverband aber bereits vor über 20 Jahren mit dem Aufbau einer Kapitalreserve begonnen hat, ist der proportional stärkere Anstieg der Versorgungsfälle finanziell abgefedert.

Das zeigt sich deutlich beim Blick auf die Kapitalanlagen des Bayerischen Versorgungsverbands. Diese wuchsen um 7,4 % auf 1.239,94 Mio. € (Vorjahr: 1.154,65 Mio. €) an. Insgesamt konnten Erträge aus Kapitalanlagen in Höhe von 39,59 Mio. € (Vorjahr: 37,67 Mio. €) verzeichnet werden. Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen, d. h. die Verzinsung unter Berücksichtigung sämtlicher ordentlicher und außerordentlicher Erträge sowie Aufwendungen, betrug somit 3,31 % (Vorjahr: 3,32 %). Das ist ein höchst respektables Ergebnis.

Das Ergebnis des Geschäftsjahrs 2019 beim Bayerischen Versorgungsverband ist damit überwiegend positiv: Beim Umlageaufkommen konnte ein deutlicher Anstieg verzeichnet werden, der aus dem Zuwachs an Dienstkräften und der Bezügeerhöhung zum 1. Januar 2019 resultiert. Bei einem gleichbleibenden Umlagesatz von 39,9 % erhöhten sich die Einnahmen aus der Umlage um rund 22,3 Mio. € (+4,1 %) auf insgesamt 565,3 Mio. € (Vorjahr: 543,0 Mio. €). Auf der anderen Seite beliefen sich die Versorgungsleistungen auf 502,5 Mio. €. Gegenüber dem Vorjahr (465,6 Mio. €) bedeutet das einen Anstieg um +8,0 %.

Perspektive

An den überproportionalen Steigerungsraten bei den Versorgungsfällen und Versorgungsleistungen kann man die demographische Entwicklung klar ablesen. Der gleichzeitig fortgesetzte Aufbau von Kapitalanlagen zeigt aber deutlich, dass der Bayerische Versorgungsverband auf diese absehbare Entwicklung gut vorbereitet ist.

Nicht absehbar war hingegen die Corona-Pandemie. Sie begann im Dezember 2019 und führte Anfang Februar / Ende März 2020 weltweit zu einem starken Einbruch der Märkte. Eine Chance auf steigende Zinsen im Euroraum gibt es damit auf unbestimmte Zeit nicht mehr. Für den Bayerischen Versorgungsverband besteht aber aufgrund der Umlagefinanzierung nur eine geringe Abhängigkeit von den Kapitalmärkten. Deshalb kann man in näherer Zukunft von einer verhalten positiven Perspektive ausgehen. Trotz der Zunahme der Versorgungsempfänger ist eine kontinuierliche Entwicklung des Bayerischen Versorgungsverbands gewährleistet. Der Umlagesatz bleibt stabil.