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21.07.2021

Erfolgreiches Geschäftsjahr 2020

Erfolgreiches Geschäftsjahr 2020 des Bayerischen Versorgungsverbands
Impressionen von der Verwaltungsratssitzung am 20. Juli 2021

Bei der diesjährigen Verwaltungsratssitzung am 20. Juli 2021 hat der Bayerische Versorgungsverband – BVK Beamtenversorgung – für das Geschäftsjahr 2020 ein durchweg positives Ergebnis vorgelegt. Als besonders erfreulich wurde vom Verwaltungsratsvorsitzenden Bernd Buckenhofer, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Bayerischen Städtetages, erwähnt, dass sich die Finanzierung des Bayerischen Versorgungsverbands im Corona-Jahr 2020 als „überaus krisenfest“ erwiesen habe. Aufgrund der Umlagefinanzierung durch die Mitglieder haben die Turbulenzen, die es im ersten Halbjahr an den Finanzmärkten gab, keine negativen Auswirkungen bei den laufenden Einnahmen verursacht.

Bei der Kapitalanlage gelang es zudem, die zeitweise stark eingebrochenen Kurse für gewinnbringende Investitionen an den Aktienmärkten zu nutzen. Mit fast 3,3 % Nettoverzinsung der Kapitalanlagen erzielte die BVK Beamtenversorgung im Geschäftsjahr 2020 somit die gleiche Rendite wie in 2019. Zum Ende des Jahres 2020 erreichten die Kapitalanlagen eine Gesamthöhe von 1,35 Mrd. € (Vorjahr: 1,24 Mrd. €). Der Bayerische Versorgungsverband profitierte damit im Krisenjahr 2020 besonders davon, dass seine Kapitalanlagen unter dem Dach der Bayerischen Versorgungskammer kompetent und sicher gemanagt werden.

Der Verwaltungsrat nahm folglich den Jahresabschluss des Bayerischen Versorgungsverbands zustimmend zur Kenntnis und stimmte dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020 und dem Wirtschaftsplan für 2022 zu. Der Geschäftsführung wurde Entlastung erteilt.

Auswirkungen der Kommunalwahlen 2020

Neben der Corona-Pandemie hatte vor allem ein weiteres Ereignis vermehrten Einfluss auf die Geschäftstätigkeit: die bayerischen Kommunalwahlen am 15. und 29. März 2020. Da die kommunalen Wahlbeamten eine wichtige Gruppe unter den „angemeldeten Dienstkräften“ darstellen, führen die Kommunalwahlen alle sechs Jahre regelmäßig zu einer starken Veränderung in den Beständen der Angemeldeten und der Versorgungfälle. Viele der aus dem Amt scheidenden Bürgermeister und Landräte gehen in den Ruhestand und die erstmals gewählten kommunalen Wahlbeamten werden bei der BVK Beamtenversorgung neu angemeldet.

Mit einer Gesamtzahl von 949 traten entsprechend viele Versorgungsfälle auf. Davon betrafen allein 387 Fälle ausscheidende Bürgermeister und Landräte, die zum 1. Mai in den Ruhestand traten. Im Saldo wuchs die Zahl der Ruhegehaltsempfänger um über 650 und überstieg zum ersten Mal die Marke von 10.000. Die angemeldeten Dienstkräfte stiegen leicht auf 16.378 an. Der Versorgungsquotient erhöhte sich auf 84,3 % (Vorjahr 80,4 %).

Zudem wirkten sich die Kommunalwahlen positiv auf die Mitgliederentwicklung des Bayerischen Versorgungsverbands aus, die für das Jahr 2020 ein Plus von genau 50 Mitgliedern aufweist. Dies resultiert v. a. daraus, dass 2020 viele Gemeinden unter 10.000 Einwohnern, die vorher einen ehrenamtlichen Bürgermeister hatten, erstmals einen hauptamtlichen Bürgermeister bestellten. Wenn sie dadurch ihren ersten kommunalen Beamten angestellt haben, sind diese Gemeinden verpflichtet, Mitglied des Bayerischen Versorgungsverbands zu werden. Insgesamt stieg der Mitgliederbestand im Jahr 2020 von 1.880 auf 1.930 an.

Auch beim Umlageaufkommen konnte ein deutlicher Anstieg verzeichnet werden. Die Einnahmen aus der Umlage wuchsen um rund 30,9 Mio. € (+5,5 %) auf insgesamt rund 596,2 Mio. € an (Vorjahr: 565,3 Mio. €).

Positive Prognose

Die kontinuierlichen Einnahmesteigerungen der letzten Jahre zusammen mit der sukzessive aufgebauten Kapitalreserve von über 1,3 Mrd. € erlauben die Prognose, dass sich der Bayerische Versorgungsverband auch im begonnenen Deckungsabschnitt 2021 bis 2025 stabil weiterentwickeln wird. Die im letzten Geschäftsjahr getroffene Entscheidung, den Umlagesatz in Höhe von 39,9 % unverändert beizubehalten, erweist sich als angemessen und richtig.